Eigentlich bin ich mehr zufällig bei Arcadia gelandet, aber das schon vor einigen Jahren. Begonnen habe ich mit einem Volkshochschulkurs, den Anne geleitet hat und uns eingeladen hat, einen Sommerkurs in ihrem Studio zu besuchen. Da hatte ich schon eine Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio hinter mir, stand dort nach einer kurzen Einweisung allein zwischen diversen Profis, hab mich unwohl gefühlt und hatte nach kurzer Zeit für viel Geld noch mehr Ausreden und Argumente, warum ich meine Trainingszeit nicht wahrnehmen „kann“.

Nun wieder ein Fitness-Studio, was ich eigentlich nicht wollte, aber: ich war alles andere als fit und Sportfreunde, die deutlich älter waren als ich, haben mir so manches Mal gezeigt, wie eingerostet ich bin – ohne Kraft und von Ausdauer keine Spur.  Es erwachte der Wunsch, daran was zu ändern – von Ursachenforschung war ich da allerdings noch weit entfernt. Irgendwann zeigte mir meine Waage dann auch noch 89,9 kg an bei einer Körpergröße von 1,68 cm. Die Einsicht war nun schon mal da, so konnte es nicht weitergehen: Die 90 kg wollte ich nicht erreichen.

Bei Arcadia hab ich mich von Anfang an wohl gefühlt, es war nicht so unpersönlich, ich kannte die Trainer und die Trainer mich, hatte Kontakt zu anderen „Gleichgesinnten“.  Ich fing an, intensiv Sport zu machen. Ich hab mitgemacht, was sich angeboten hat, hab mich gequält, wurde schon deutlich fitter, brauchte auch kein Sauerstoffzelt mehr nach jedem Training, aber …. von meinem Gewicht kam ich nicht so wirklich runter. Nach fast 2 Jahren war ich noch immer nicht viel weiter – es war deprimierend.

Einer der Trainer brachte es dann mit ganz deutlichen Worten auf den Punkt: Solange, es in deinem Kopf nicht angekommen ist, wo du hinwillst, kannst du noch so viel Sport machen, es wird sich nicht viel ändern! Wow, und nun?

Nach vielen Gesprächen habe begonnen, mich mit meinem eigentlichen Problem auseinanderzusetzen: Kopf und Körper zusammenzubringen.

Es reifte u.a. die Erkenntnis: gesundes Essen beginnt mit dem Einkaufen. Ich war erstaunt, wie viele Lebensmittel, die ich für gesund und damit also quasi für Diät gehalten habe, enorm viel Zucker, Fett und die anderen „Verdächtigen“ enthalten. Ich kam auf einen täglichen Kalorienverbrauch wie ein Schwerstarbeiter. Na toll, da hatte ich wohl einiges nicht so richtig mitbekommen. Ernährungsumstellung hieß das Zauberwort.

Natürlich habe ich mit dem Training weitergemacht, der Sport war aber nicht mehr allein Mittel zum Zweck, ich hab selbst den Muskelkater positiv empfunden, als Belohnung sozusagen. „Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt!“

Wie viele andere auch war ich natürlich enttäuscht, als sich nach Training und Ernährungsumstellung lange Zeit noch immer nichts getan hatte. Ich war so manches Mal am Aufgeben, hab oft genug die Schlacht  gegen Schokolade, Käse und Co. gnadenlos verloren, fand aber immer wieder Unterstützung. Und manchmal hat es schon gereicht, zu wissen, dass ich dieses Problem nicht allein hatte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit purzelten dann plötzlich die Pfunde, meine Figur veränderte sich und mit ihr ich mich selbst. Es war und ist immer noch einfach ein tolles Gefühl, ich hab mich wohler gefühlt, und das nicht nur körperlich!

Auch jetzt gibt es noch Phasen, die schwerer sind. Aber heute kenne ich die Hintergründe, kann auch mit Rückschlägen besser umgehen, weiß auch, dass ich es selbst in der Hand hab.

Was kann ich nicht leiden? Die Frage „Du hast aber abgenommen, bist Du krank?“ – Nein, ich bin nicht krank, es ist so, weil ich es so will, und es ist sooo gut!

Was hab ich noch nicht erreicht? – Meinen Mann zu motivieren mitzumachen und meine Mutter davon zu überzeugen, dass ich nicht hungern muss.

Allen Gleichgesinnten: Ich habe allergrößten Respekt für jeden von euch, denn ich weiß ganz bestimmt, wie schwer jedes Kilogramm ist, wie unendlich lang 45 Minuten Training sein können und wünsche Euch allen Erfolg!

Vielen Dank an das Team von Arcadia!

Aber Burpees hasse ich immer noch — muss auch mal gesagt werden!

Liebe Grüße, Manuela