Einst war Zucker reiner Luxus, heute ist er in fast jedem Nahrungsmittel enthalten.

Zu viel Zucker macht krank – das ist den meisten Verbrauchern mittlerweile klar. Die WHO empfiehlt gerade einmal 25g davon am Tag. In der Realität liegt der Verbrauch in Deutschland jedoch bei 100-150 g pro Person täglich.

Zucker fördert Übergewicht, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Typ – 2 – Diabetes.

Das Problem ist aber weniger der Zucker, den wir morgens in den Kaffee rühren, oder der Fruchtzucker aus Birne oder Apfel. 83 % unserer täglichen Zuckerdosis stecken in süßen Getränken, Backwaren, Süßigkeiten, Joghurt und Fertiggerichten. Diese zu vermeiden ist allerdings nicht leicht.

Es gibt vier verschiedene Gruppen von Stoffen, die süß schmecken: Zucker, Fruchtzucker, Zuckeraustauschstoffe und Süßungsmittel. Aber sie werden nicht immer so benannt.

Auch hinter Bezeichnungen wie Maldose, Süßmolkepulver oder Maissirup verbergen sich Zuckerprodukte. Außerdem trägt Werbung wie „ohne Industriezucker“ oder „ohne zugesetzten Zucker“ oder „nur mit  natürlicher Süße“ weiter zur Verwirrung bei.
Haushaltszucker wird gern abfällig als Industriezucker bezeichnet.

„Fruchtzucker“ klingt natürlich und gesund.

Aber den auch als Fructose bezeichneten Stoff sehen Experten besonders kritisch. Schon im Darm verursacht zu viel davon Blähungen, Bauchzwicken oder Durchfall, da er nur in begrenzter Menge aufgenommen werden kann. Heute enthalten viele Lebensmittel Fructose-Sirup, den man aus Mais gewinnt.

„Nur mit natürlicher Süße“ steht werbend auf manchen Produkten – und sie sind gefährlich.
Der Körper leidet unter der andauernden Überdosis. Das bedeutet nicht nur ständig Bauchschmerzen, ein zu viel an Fructose kann die Blutfettwerte verschlechtern, eine Leberverfettung fördern und das Risiko für Typ-2- Diabetes erhöhen.Die in der Naturkostküche beliebten Süßmittel Kokosblütenzucker, Abgaben-und Birnendicksaft sind lecker und dürfen auch gegessen werden.

Aber auch sie enthalten hohe Mengen Fructose und sollten nur sparsam zum Einsatz kommen. Das gleiche gilt auch für Honig. Pure Früchte sind trotz Fruchtzucker immer noch die bessere Wahl.Gesunden Zucker gibt es nicht

Die Zuckeraustauschstoffe Erithrit, Sorbit und Xylit bieten eine Alternative zu Zucker und Fruchtzucker. Sie verursachen keine Karies und treiben den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe.

Somit eignen sie sich auch für Diabetiker. Andere Süßstoffe, wie beispielsweise Stevia, schmecken sehr süß und enthalten kaum Kalorien. Sie stellen eine gute Alternative dar für Diabetiker und Menschen, die Kalorien sparen wollen.

Aber man sollte zusätzlich aufpassen: auch wenn Getränke mit Stevia gesüßt sind, steckt häufig zusätzlich Zucker drin.

Gesunden Zucker gibt es nicht.

Austauschprodukte verursachen andere Probleme. Von daher ist es ratsam, jeden Tag ein bisschen weniger Zucker zu essen. Denn der Körper gewöhnt sich auch an weniger Süße.

So reduzierst du den Zucker:

1. Auf Limonade und Cola verzichten.
2. Säfte als Scholle trinken: drei Teile Wasser, ein Teil Saft.
3. Joghurt und Quark mit Früchten oder Marmelade selbst verfeinern, nach und nach weniger süßen.
4. Den Zucker in Kaffee oder Tee reduzieren oder ganz weglassen.
5. Die Süßigkeitenration auf die Hälfte verringern.
6. Statt süße Teilchen zu kaufen lieber Obstkuchen backen.