Experiment #BioShaping – Die Abrechnung

Was war das Experiment #BioShaping?

Was habe ich gemacht?

Warum?

Und mit welchem Ergebnis?

Wir sind ja ständig auf der Suche nach neuen innovativen Methoden, um die optimalste Betreuung und das optimalste Ergebnis für unsere Kunden, Klienten und Patienten zu erzielen. Und so kam ich über die Biophotonen der Firma Lifewave zu WinFit. Das WinFit System hörte sich laut Beschreibung sehr gut an, erschien mir aus physiologischer Sicht schlüssig und ich startete einen Selbstversuch. Ich wollte eine Kombination aus Speed Bodystyling, WinFit und intermittierendem Fasten auf ihre Wirksamkeit prüfen. Zum Quervergleich bat ich meine Freundin Maria den gleichen Test durchzuziehen, sodass wir den Vergleich zwischen Fitnesstrainer mit vielen Sporteinheiten und „Otto-Normalverbraucher“ haben.

Aber vielleicht vor ab: Was ist WinFit?
(Speed Bodystyling und intermittierendes Fasten erkläre ich hier jetzt nicht, denn dafür gibt es bereits gesonderte Blogbeiträge.)

Hier die Beschreibung von WinFit von der Website von lifewave:

Reduzierter Körperfettanteil
Reduzierter Körperumfang
Verbesserte Muskelformung
Erhöhte Energie
Verbessertes Wohlbefinden
Kein extremes Fitnesstraining
Keine Einschränkungen für gesundes Essen
Keine Medikamente, Aufputschmittel oder Chemikalien

Enthält: (1) Pflasterpackung WinFit mit 30 Pflastern, (1) Pflasterpackung Y-Age Carnosine mit 30 Pflastern, (1) Flasche Theta Activate und (2) Packungen Theta One mit je 30 Sticks pro Packung. Zusätzlich (4) WinFit-Tages-Checklisten und jeweils (1) der folgenden: WinFit-Systemanleitung, WinFit-Beispielplan, WinFit-Broschüre und WinFit-Willkommensbrief.

Mit genauerer Beschäftigung mit dem Thema und einer weiteren ausführlichen Informationsbroschüre startete ich also mit viel Tatendrang am Abend des 13.02.2018 mit dem Experiment #BioShaping.

Es stand beschrieben, dass das Nahrungsergänzungsgetränk Theta One mit Theta Active lecker nach Orange schmeckt und mit einer derartigen Erwartung bereitete ich mir Selbiges zu. Als ich den ersten Schluck nahm, überkam mich ein recht starkes Übelkeitsgefühl und ich hatte den Eindruck, ich müsste sofort alles erbrechen. Aber mit Nase zuhalten und „auf Ex“ trinken und einem halben Liter Wasser nachspülen ging’s dann… Mein Gedanke war, dass derjenige, der diesen Geschmack als lecker bezeichnet, nicht im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte gewesen sein kann. Ich habe ja in meiner 20 jährigen Fitnesslaufbahn wirklich schon viele Getränke, Booster etc. probiert, aber dieses hier landet auf der Ungenießbar-Liste ganz weit oben *lach* … aber ich muss sagen, mit der Zeit gewöhnt man sich dran.

Ok, gesagt, getan, Experiment begonnen, jetzt wird es auch durchgezogen. Am zweiten Tag hab ich einfach die doppelte Menge Wasser verwendet, da war`s dann nicht mehr ganz so schlimm.
Das Trainingsprogramm sah so aus, dass ich 4x pro Woche 10min trainieren sollte, was mir natürlich viel zu wenig war, aber ich wollte die Bedingungen ja so realistisch wie möglich erfüllen, also hab ich mich auch daran gehalten (nicht immer, manchmal hab ich auch 30min trainiert, denn für 10min lohnt sich ja das Umziehen nicht). Das intermittierende Fasten stellte für mich keine Herausforderung dar, da ich dieses hin- und wieder praktiziere und mit den Gegebenheiten vertraut bin.

Am Tag 3 überkam mich ein deutlicher Hunger, so richtig mit “Loch im Magen” und ebenso ein extremer Muskelkater, trotz wenigem und eher mäßigem Training. Ich dachte, cool, die Wirkung scheint zu beginnen – aber im Gesamten betrachtet, weit gefehlt. Hinzu kam ab Tag 4, dass ich massiv Wasser einlagerte. Angeblich – laut Antwort auf meine Nachfrage in entsprechenden Foren, sei das wohl normal, da sich mein Stoffwechsel umstellt (ich frage mich nur, was sich da noch groß umstellen soll, da dieser top eingestellt ist, aber egal, auch das nahm ich erstmal wertfrei so hin).

Ab Tag 6 kamen hier noch massive Verdauungsprobleme hinzu, die ich sonst gar nicht kenne. Von Verstopfung über Magenkrämpfe und Durchfall – das komplette Programm. Mein Magen-Darm-Trakt hat hier massiv rebelliert – gegen was genau, weiß ich nicht.

Nach einer Woche Anwendung habe ich mich erneut gewogen und gemessen und hatte 1,3kg Gewicht verloren, 5cm Bauchumfang weniger, 3cm Hüftumfang weniger, aber immer noch Wassereinlagerungen und mit der Verdauung zu kämpfen.

Mit Beginn der zweiten Testwoche stellte sich ein Heißhunger auf Süßes ein, ich fühlte mich aufgedunsen und „schwammig“, sämtliche Muskeln spannten, ich war nervlich empfindlich oder nennen wir es „emotional flexibel“, aber habe es gnadenlos weiter durchgezogen.

Ab ca. Mitte der zweiten Woche dosierte ich zusätzlich Magnesium in erhöhter Dosis, um meine Verdauung auf Trab zu bringen, und klebte zusätzlich die Biophotonen SP6, Aeon und Energie Enhancher, da mein Energielevel unter Null schien, die Entgiftung massiv einsetzte, ich schlapp und müde war und sowieso schlecht schlief. An Training war nicht zu denken – keine Chance, ich wäre wahrscheinlich über dem Hantel heben eingeschlafen. Außerdem stellte ich fest, dass ich sehr empfindlich auf Alkohol reagierte, selbst 2 Gläser Sekt auf einer Feier schenkelten mich völlig aus.

Da mich soviele „Nebenwirkungen“ nun doch etwas irritierten, fragte ich direkt Biophotonenzentrum bzw. Leuten, die sich beruflich damit schon länger beschäftigen, nach: die Antwort erstaunten mich nicht. Die körperlichen Reaktionen seien normal, der Körper baut sich um, Hormonsystem und Stoffwechsel stellen sich um, Wassereinlagerungen und Speicherung kann dann schon mal vorkommen, ich solle weitermachen bis zum Schluß, das gibt sich zum Ende wieder … ich bin mal gespannt!

Zum Ende der zweiten Woche stellte sich ein absolutes Motivationstief mit Stimmungsschwankungen ein, welchem ich mit Meditation begegnete. Außerdem hatte ich einen deutlichen Punktschmerz unterm rechten Schulterblatt, was auf massive Entgiftungsvorgänge und eine damit einhergehende Überforderung der Leber hinweist. Und genauso fühle ich mich auch. Also gibt’s hier zusätzlich zur Unterstützung Carduus Marianus und Equisetum anverse von Ceres, um die Leber etwas zu unterstützen.

Messbare körperliche Veränderungen zum Ende der zweiten Woche gab es weder bei mir noch bei Maria.

Mein Resümee nach 2 Wochen: unbefriedigend! Ich / wir haben alles so umgesetzt, wie es in der Beschreibung angegeben ist, mit einem Ergebnis, das hierzu in keinem Verhältnis steht.

Mit Beginn der Woche 3 versuchte ich folgende Änderungen:
ich stellte meine Mahlzeiten um auf „mein“ Prinzip, sprich ich esse nach meinem Healthy Balance Ernährungsplan, beginnend mit dem 28 Days Plan und nehme meine drei Mahlzeiten innerhalb der 8 Stunden auf. Ich esse allgemein eher ungern Frühstück – von daher kommt mir die intermittierende Fastenzeit ganz recht.  Außerdem machte ich jetzt wieder 4x pro Woche 50min Sport und verzichtete völlig auf Alkohol.

Die WinFit Patches und das dazugehörige Nahrungsergänzungsgetränk nutzte ich jetzt als Trainingsbooster – sprich, ich nahm es direkt vor dem Training und an trainingsfreien Tagen beides morgens. Im Training selbst merkte ich jetzt einen deutlichen Boost-Effekt, ich schaffte mehr Leistung als sonst, war aber auch eher „kaputt“ und benötigte deutlich länger für die Regeneration.

Das Ergebnis nach einer weiteren Woche: Gewicht minus 200g, Umfänge gleichbleibend !!!

Ich bin auch jetzt über dem Schreiben des Artikels immer noch schockiert über das nicht vorhandene Ergebnis und den völlig weltfremden Versprechungen in der Broschüre von WinFIt.

Auf meine erneute Frage in den Foren und Gruppen, wie das denn sein kann, bekam ich die gleiche unbefriedigende Antwort, es bräuchte gerade bei trainierten Personen bis zu sechs Monaten, bis man eine Veränderung spüren KANN … und das bei einem stolzen Preis von ca. 320€ pro Monat !! Nein danke … beim besten Willen nicht… dafür dass man VIELLEICHT eine Veränderung spüren KANN … ???

In Woche vier hatte mich die Grippe voll im Griff, sodass ich mit Training aussetzen musste und die Ernährung nicht 100% umsetzen konnte. Also habe ich kurz um noch eine fünfte Woche angehängt, um insgesamt auf vier Wochen Versuchszeit zu kommen. Aber – wie war es auch anders zu erwarten, auch hiernach gab es keine nennenswerte Veränderung zum Ist-Stand zu Beginn des Experiments. Das, was ich anfangs an Gewicht verloren hatte, war jetzt wieder drauf, wahrscheinlich als Wasser oder Fettmasse. Muskeln waren es jedenfalls nicht.

Als Fazit kann ich sagen … laut Dem als was es verkauft wird zu 100% durchgefallen. Geschmacklich als auch mit seiner Wirkung hat es nicht überzeugt. Man sollte hier in der Beschreibung differenzieren und klar machen, dass es für Anfänger durchaus Sinn machen kann, für trainierte Personen allerdings in DIESER Anwendungsform nicht empfehlenswert ist, da die versprochenen Ergebnisse ausbleiben. Das einzig Positive hier ist der Boost-Effekt vorm Training, weswegen ich das Theta Active und die Patsches noch einen weiteren Monat testen werde. Theta One ersetze ich durch L-Arginin und teste weiter, in welcher Kombination die Sachen vielleicht auch für Sportler verwendbar wären. Denn, dass Biophotonen und Nahrungsergänzungen wirken, davon bin ich überzeugt. Nur die optimale Kombination derer ist mir hier im Selbstversuch aktuell noch nicht ganz klar.

Positive Erfahrungen haben wir mit folgender Kombination gemacht:
bei übergewichtigen Personen, die bisher kaum Bewegung in ihrem Alltag hatten, unzulängliche Ernährung zu sich nahmen und jetzt erstmalig und regelmäßig eine Kombination aus individuellem Ernährungs- Bewegungskonzept aufnehmen, wirken die Patches gut auf den Muskelaufbau. Sprich – für völlige Neueinsteiger und untrainierte Personen scheint es einen positiven Effekt auf die Gewichtsreduktion zu haben. Für Personen, die schon lange und/oder regelmäßig Sport treiben und sich gesund ernähren sind die Ergebnisse eher suboptimal und haben noch viel Spielraum nach oben.

Beste Grüße, Anne