Aus gegebenem Anlass möchte ich mich heute zum Thema Depression äußern. Wir stellen immer mal wieder in unserer Praxis fest, dass Depression auch ein Thema ist, mit dem sich einige unserer Klienten beschäftigen (müssen), da sie davon betroffen sind.

Andauernder Stress, berufliche Überforderung, einschneidende Ereignisse, aber auch körperliche Erkrankungen und vieles mehr können zu einem bleiernden Stimmungstief führen, aus dem man sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann. Wer an einer Depression erkrankt, empfindet eine quälende innere Leere, fühlt sich mut-und nutzlos und scheut sich dennoch oftmals, seine Probleme beim Arzt anzusprechen.

Jeder von uns ist mal traurig, niedergeschlagen oder ohne Energie. Meist handelt es sich dabei um einen vorübergehenden Zustand. Halten Antriebs-und Hoffnungslosigkeit aber über einen längeren Zeitraum an und bestimmen diese den Alltag, kann eine depressive Verstimmung vorliegen.

Heute weiß man, dass verschiedene Faktoren für das Entstehen einer Depression verantwortlich sein können. So ist manchen Menschen schon eine gewisse Verletzlichkeit in die Wiege gelegt, d.h. sie sind genetisch dazu veranlagt, bei belastenden Lebensereignissen leichter in ein seelisches Tief zu rutschen.

Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass – wie bei anderen Krankheiten auch – die Depression eine organische Ursache hat

nämlich eine Stoffwechselstörung im Gehirn.

Bestimmte Botenstoffe geraten aus Gleichgewicht, was sich auf Gefühle, Gedanken und den Körper auswirkt.

Es gibt keinen Grund, sich zu schämen!

Die quälenden Beschwerden wie Schlafstörungen, Energieverlust, Schuld-und Versagensgefühle sind kein Ausdruck von Willensschwäche. Sie sind durch die Krankheit Depression bedingt. Eine Depression ist weder eine Schwäche noch Einbildung, sondern eine ernst zunehmende Erkrankung, die sich gut behandeln lässt. Dafür stehen Medikamente (synthetische oder pflanzliche Antidepressiva) oder psychotherapeutische Verfahren zur Verfügung. Oft auch eine Kombination von beidem.

Depression natürlich behandeln!

Hochdosierte Johanniskrautpräparate können bei leichten bis mittelschweren Depressionen helfen und sind in der Regel gut verträglich. Sie können das gestörte Gleichgewicht der Botenstoffe wiederherstellen und wirken dadurch Stimmung aufhellen und stabilisieren, sodass sie wieder besser schlafen und tagsüber mehr Energie und Lebensfreude haben

Wenn Du eine Depression bei dir oder einem Angehörigen vermutest, suchen das Gespräch mit deinem Arzt. Sich Hilfe zu holen, kann der erste Schritt zurück ins Leben sein.

Bei Verdacht auf eine Depression können zwei Fragen Aufschluss geben:

1. Fühltest du dich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, traurig, bedrückt oder hoffnungslos?

2. Hattest du im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die du sonst gerne tust?

Wenn du beide Fragen mit einem klaren Ja beantwortest solltest du nicht zögern dies bei deinem Arzt anzusprechen.